Von sprachlichen Luftsprüngen und künstlerischer Poesie

Für Christina, die in jeder freien Minute hauptberuflich als bildende Künstlerin in ihrem Atelier arbeitet, hat Sprache eine ganz besondere Funktion. Statt die Welt auf Aussagen im Rahmen von „Das ist so oder so“ festzunageln, eröffnen Worte einen Spielraum, der Freiheit schafft und einen anderen Blick auf die Dinge möglich macht.
Man könnte es auch Narrenfreiheit nennen, denn wo das Wortspiel anfängt und wo die Grenze des guten Geschmacks liegt, das ist ebenso oft nicht genau festlegbar – zum Glück. Denn woher sonst sollte die Lust aufs Experimentieren kommen, wenn man das Feld schon so genau abgesteckt hat?
Stattdessen ist das Spiel mit Worten für sie ein wichtiger Schlüssel zur erfolgreichen Kunstproduktion, egal ob Bilder, Videos oder performative Mischformen. Umgekehrt fließt ihre poetisch-bildliche Freiheit dann auch wieder in Auftragstexte ein und ermöglicht hier Formate außerhalb der gewohnten Denkmuster. Klingt nach einer Win—Win Situation. Während das Schreiben ein Werkzeug für mehr Aufmerksamkeit und Detail ist, belebt ihr visuelles Denken die Texte mit unerwarteten Szenen und Neologismen, die dann wieder in Sprache übersetzt werden. Das Abwägen zwischen dieser primären Bildwelt und der sekundären Sprachwelt kann dann mitunter so spielerisch werden, dass nebenbei unzählige andere kreative Funken fliegen und einem ihrer Projekte neues Leben einhauchen.

Ihre Zusammenarbeit mit THE BAKERY hat sich, wie sollte es anders sein, auch aus einer Ausstellungskonzeption heraus entwickelt. Heute schafft sie als visueller Mensch mit Augenmerk auf Bildern im Text, kritische Leserin und Autorin Sprachwunder für THE BAKERY selbst wie auch für deren Kunden.